Projekt Spillmatte – zahlbarer Wohnraum

Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 18. Januar 2017 gelangte eine Fläche von rund 3’400 m2 auf dem Grundstück Nr. 677 zur Umzonung. Auf diesem Grundstück wird neu eine Gestaltungsplanpflicht festgelegt. Die Fläche wird der Wohnzone E zugeordnet, im Gestaltungsplan legt der Gemeinderat die zulässigen Nutzungen und Dichten fest. Die zulässigen Höhen sind wie folgt bestimmt: Der höchste Punkt der Dachkonstruktion darf max. 5.00 m über das jeweilige Niveau der Buchmattstrasse hinausragen, wobei 545 m.ü.M. nicht überschritten werden dürfen. Der Gemeinderat beabsichtigt, die Fläche für die Schaffung günstigen Wohnraums heranzuziehen.

Realisierung der Überbauung

Der Gemeinderat beabsichtigt folgendes Vorgehen:

  • Mit dem Projektwettbewerb wurde ein Richtprojekt erarbeitet. Im Rahmen des Wettbewerbs wurden auch klare Vorstellungen über die Architektur (Materialisierung, Farbgebung bei den Fassaden) und die Qualität der Grundrisse erwartet.
  • Gestützt auf das Siegerprojekt des durchgeführten Wettbewerbs werden der Gestaltungsplan und das Bauprojekt weiterentwickelt, so dass die öffentlichen Auflagen im Sommer 2018 erfolgen können. Gestaltungsplan und Bauprojekt sichern die Ziele und die beabsichtigte Gestaltung.
  • Parallel wird der Vertrag mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) über den Kauf des Baulandes eingeleitet.
  • Die Gemeinde Eich beabsichtigt, die Überbauung in eigener Regie zu planen und unter Ausschluss einer Spekulation und ohne Gewinn im Sinne der gemeindlichen Vergabe-Richtlinien zu veräussern.

Projektwettbewerb

Der Gemeinderat hat einen Projektwettbewerb durchgeführt, zu dem vier Architekturbüros eingeladen wurden. Die jurierten Projekte der Überbauung Spillmatte konnten anlässlich der Gemeindeversammlung vom 29. November 2017, ab 17.00 Uhr, sowie im Anschluss an die Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle der Schulanlagen Eich besichtigt werden.

Weiteres Vorgehen

Abklärungen haben ergeben, dass das Vorhaben, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, im weitesten Sinne dem öffentlichen Interesse und demzufolge die Realisierung durch ein privates Unternehmen dem öffentlichem Beschaffungsrecht untersteht. Gestützt auf die Bestimmungen der Gemeindeordnung unterliegt bereits der Landerwerb aufgrund der Höhe des Kaufpreises einer Urnenabstimmung. Und in der Folge auch die Umsetzung des Bauprojektes, trotzdem für die Gemeinde am Ende des Projektes keinerlei Kosten verbleiben werden.

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, anlässlich des Abstimmungsdatums vom 23. September 2018 eine Gemeindeabstimmung durchzuführen. Der Gemeinderat sei zu ermächtigen, das Bauland zu erwerben, das Bauprojekt unter Auflagen und Begleitung der Gemeinde zu realisieren und die 18 Stockwerkeigentumswohnungen unter Verhinderung einer Spekulation gestützt auf die gemeindlichen Vergaberichtlinien zu verkaufen oder im Einzelfall zu vermieten. An der Gemeindeversammlung vom 28. Mai 2018 wird das Vorprojekt mit Kostenschätzung vorgestellt und ein entsprechender Planungskredit beantragt. Das Bauprojekt soll im August öffentlich aufgelegt werden und im Hinblick auf die Urnenabstimmung anlässlich einer Informationsveranstaltung anfangs September vorgestellt werden.

Bei der Formulierung der Kriterien für die Abgabe der Stockwerkeigentums-Wohnungen wird sich der Gemeinderat an den Richtlinien aus dem Jahr 1991 orientieren, welche damals von der Bürgerschaft erlassen wurden.

Abgabe von gemeindeeigenem Bauland in der Wohnzone Richtlinien

Interessenmeldungen für eine Wohnung können an die Gemeindeverwaltung gerichtet werden.