Eichen für Eich – Förderungsprojekt

Das Wappen der Gemeinde Eich zeigt in Gold eine ausgerissene grünbeblätterte Eiche mit roten Eicheln und schwarzem Stamm.

Dies war für die Gemeinde Eich im Jahre 2002 Anlass, auf dem Gemeindegebiet von Eich den Eichenbaum zu fördern und das Projekt „Eichen für Eich“ zu lancieren, mit dem Ziel, innerhalb von 10 Jahren mindestens 100 junge Eichenbäume zu pflanzen (pro Jahr somit mindestens 10 Stück). Der Start erfolgte am 20. April 2002.

Die Eichen-Bäume sollen an geeigneten und unübersehbaren Standorten unsere Gemeinde zieren und das Landschaftsbild prägen. Die Gemeinde hat damals die Baum- und Pflanzkosten übernommen. Eine jeweilige Patronatsträgerschaft hat der betroffenen Grundeigentümerschaft eine einmalige Entschädigung von pauschal CHF 100.00 pro Baum vergütet. Die Grundeigentümerschaft duldet den Baum und sorgt sich um ihn. Auf Wunsch wurde der Name des Gönnenden mit einem Schild an einem Pfahl beim Baum angebracht.

Das Projekt konnte im Jahr 2011 erfolgreich abgeschlossen werden. Die abschliessende Jubiläumsaktion fand am 19. März 2011 statt. Innerhalb der vorgesehenen 10 Jahre wurden auf dem Gemeindegebiet von Eich 122 junge Eichenbäume gepflanzt.

Im Sommer 2023 wurde ein umfassender Zustandsbericht in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Revierförster vorgenommen. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Eichen zum Teil leider in einem sehr schlechten Zustand befinden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Pflege in den vergangenen Jahren vernachlässigt wurde. Die meisten Eichen werden durch andere Bäume oder Sträucher bedrängt oder sogar verdrängt. Allgemein ist zu sagen, dass die Eiche eine ausgesprochene Lichtbaumart ist. Das heisst, sie benötigt viel Platz und Licht, um gerade zu wachsen und zu einem stabilen Baum zu werden. Durch den Einfluss anderer Bäume in der Nachbarschaft werden sie in Richtung des Lichts gedrängt. Dies hat zur Folge, dass sich das Risiko von Schneedruck oder Wind stark erhöht. Folgedessen werden sie durch den Schnee oder Wind entwurzelt oder geknickt. Weitere Faktoren für ein gesundes Wachstum sind der
Standort sowie die Herkunft der Bäume.

Bei sämtlichen Eichen, bei denen noch Potential vorhanden ist, ist es dringend nötig, diese zu pflegen und freizustellen. So können die Eichen erhalten und gefördert werden. Bei jenen Eichen, die bereits schräg oder unterdrückt sind, macht eine weitere Pflege aus ökonomischen Gründen keinen Sinn mehr. Diese sind wohl oder übel der Natur zu überlassen.

Aktuell werden diverse Eichen durch den Technischen Dienst der Gemeinde Eich unterhalten und gepflegt. Wir bitten alle Grundeigentümerschaften, sich wiederum vermehrt der Pflege und dem Unterhalt der jeweiligen Eichen zu widmen. So können möglichst viele Eichen die nächsten Generationen auf den Namen unserer Gemeinde am Südhang des Sempachersees hinweisen und unsere Gemeinde verschönern. Herzlichen Dank.