Dichter Lukas Thüring

Lukas Thüring wurde am 5. September 1862 auf der Liegenschaft Buchmatt (am Römerweg in Richtung Schenkon) geboren. Er verlebte seine Jugendzeit in unserem Dorf und erwarb später am Seminar Hitzkirch das Lehrerpatent. Da er in der Heimat keine Anstellung fand, unterrichtete er an den Stadtschulen von Mülhausen, später auch in Egisheim, wo die meisten seiner Gedichte entstanden, und in Gebwiler. In der Fremde erkrankte er an Tuberkulose und verstarb am 14. März 1887 in Eich, kaum 25jährig.

Wie schön, o See! Wenn in des Lenzes kühlem Morgenhauche Leise rieselnd deine Flut ans Ufer wallt Und ringsumher aus Busch und Haselstrauche Der Vögel Chor melodisch wiederhallt; Wenn deine Welle buhlt mit grünem Klee, Wie schön, o See!

Wie schön, o See! Wenn in des Sommers dumpfer Mittagsschwüle Siesta hält dein regungsloser Plan, Der Himmel taucht in deine zarte Kühle Und deine Flut durchstreicht ein Fischerkahn; Wenn in der Tiefe lockt die Wasserfee, Wie schön, o See!

Wie schön, o See! Wie furchtbar schön, wenn deine kalten Wogen Heimtückisch unter glattem Eise lauern, Das manchen schon um Lieb‘ und Glück betrogen, In manches Haus gebracht ein tiefes Trauern; Auch wenn dein Spiegel brütet Ach und Weh, Wie schön, o See!

Im Andenken an diesen einheimischen Dichter wurde ihm zum 120. Geburtstag auf dem Schulhausplatz in Eich ein Stein mit einer Gedenktafel errichtet.

Gleichzeitig wurde sein 250-seitiges Dichterwerk „Zeiten und Feste“ in beschränkter Neuauflage herausgegeben. Der Gedichtsband kann bei der Gemeindekanzlei Eich zum Preise von CHF 15.00 bezogen werden.
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Gedenkstein Lukas Thüring