Energie

Im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien spielen verschiedene Akteure eine wichtige Rolle: Bund, Kantone, Gemeinden, Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Umwelt- und Konsumentenorganisationen sowie natürlich die Schweizer Bevölkerung.

Unter folgendem Link erhalten Sie einen Überblick über das kantonale Förderprogramm: www.energie.lu.ch.

Neues Energiegesetz

Das neue Energiegesetz des Kantons Luzern (KEnG) ist zusammen mit der zugehörigen Verordnung (KEnV) am 1. Januar 2019 ohne Übergangsfrist in Kraft getreten. Was ist neu? Was bedeutet das für die Betroffenen? Wer hilft?

Wesentliche Neuerungen

  • Die Gemeinden haben eine kommunale Energieplanung zu erstellen.
  • Für neue Wohn-, Verwaltungs- und Schulgebäude muss ein Gebäudeenergieausweis (GEAK) erstellt werden.
  • Der Ersatz eines Wärmeerzeugers ist meldepflichtig (energiemeldungen.lu.ch). Beim Ersatz müssen Wärmeerzeuger in Bauten mit Wohnnutzung so ausgerüstet werden, dass wenigstens 10 % des Energiebedarfs aus erneuerbarer Energie gespiesen wird. Der Nachweis wird über Standardlösungen erbracht, wobei auch kompensatorische Massnahmen an der Gebäudehülle (z. B. Fensterersatz) möglich sind. Der Ersatz eines Wärmeerzeugers ist auch zulässig, wenn das Wohngebäude beim Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) die Klasse D oder besser in der Gesamtenergieeffizienz erreicht.
  • Die Neuinstallation von ortsfesten elektrischen Widerstandsheizungen ist verboten, ebenso deren Ersatz, wenn sie mit einem Wasserverteilsystem ausgestattet sind. Bestehende ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen mit Wasserverteilsystem müssen innert 15 Jahren ersetzt werden.
  • Der Neueinbau oder Ersatz eines Elektro-Wasserwärmers (Boilers) ist künftig nur noch unter Einhaltung gewisser Bedingungen erlaubt. Uneingeschränkt möglich bleibt der Ersatz eines dezentralen Boilers. Bestehende zentrale direkt-elektrische Wassererwärmer sind innerhalb von 15 Jahren durch Anlagen zu ersetzen, die den Anforderungen des neuen Gesetzes entsprechen.
  • Bei neuen Häusern muss ein Teil des Stromes selber erzeugt werden. Andernfalls wird eine Ersatzabgabe fällig.
  • Grossverbraucher wie Industriebetriebe können verpflichtet werden, ihren Energieverbrauch zu analysieren und zu optimieren.
  • Thermische Netze sowie gemeinsame Heiz- und Kühlanlagen sollen gefördert werden.
  • Die öffentliche Hand soll Vorbild sein bei Erwerb und Betrieb eigener Anlagen und Geräte und mit erhöhten Minimalanforderungen bei eigenen Bauten.

Weitere Informationen finden Sie unter https://uwe.lu.ch/Energiegesetz