Sempachersee: Neue Routen für ein besseres Miteinander
Sieben Gemeinden, ein Ziel: Die Aufenthaltsqualität am Sempachersee verbessern. Wer künftig zu Fuss, mit dem Velo, dem Bike oder auf Inlines unterwegs ist, soll besser aneinander vorbeikommen. Neu gibt es auf den bestehenden Wegen rund um den Sempachersee verschiedene Routen für unterschiedliche Bedürfnisse. Bis am 8. Mai 2026 werden die Wege signalisiert, eine Informationswebseite eingerichtet und am oberen Sempachersee ein Pilotversuch umgesetzt.

Der Sempachersee zieht viele Erholungssuchende an – damit einher gehen Konflikte zwischen verschiedenen Nutzergruppen. Hier setzt die gemeinsame Idee der sieben seeanstossenden Gemeinden an: Im Kern geht es darum, die bestehenden Wege rund um den Sempachersee zu entflechten. Neu gibt es verschiedene Routen für unterschiedliche Bedürfnisse wie Spazieren, Wandern, Biken, Velofahren und Inlineskaten. Die Wege sind für jede der fünf Anspruchsgruppen klar signalisiert. Wer spazieren will, folgt der blauen Beschilderung, wer wandert der grünen und Inline Skater der gelben Route. Die Veloroute ist rot markiert und jene für die Biker violett.
Wo eine Entflechtung der Wege nicht möglich ist, gibt es Informationstafeln und Bodenmarkierungen. Dies mit dem Ziel, die unterschiedlichen Besuchergruppen zur Rücksichtnahme zu sensibilisieren. Was die Gemeinden Eich, Neuenkirch, Nottwil, Oberkirch, Schenkon, Sempach und Sursee in einem Konzept ausgearbeitet haben, wird nun schrittweise angegangen. Bis am 8. Mai 2026 sind die drei zentralen Massnahmen so weit umgesetzt, dass sie für die Bevölkerung sichtbar und nutzbar sind:
- Neue Signalisation rund um den See: Neu gibt es Informationen an zehn definierten Standorten rund um den Sempachersee. Zudem werden an bestehenden Wegweisern einheitliche Beschilderungen mit den verschiedenen Routen befestigt. Bodenmarkierungen machen rund um den Sempachersee darauf aufmerksam, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Geschwindigkeit anzupassen.
- Gemeinsame Webseite: Alle Informationen zu den Routen und zum Lenkungskonzept gibt es auf der Webseite www.naherholung-sempachersee.ch. Die Webseite ist ab dem 8. Mai 2026 online – und sowohl auf dem Handy, Tablet und dem Computer gut nutzbar. So lassen sich die Routen und Hinweise einfach abrufen – auch spontan unterwegs.
- Rangerdienst: Im Rahmen eines Pilotprojekts wird am oberen Sempachersee – in den Gemeinden Sempach, Neuenkirch und Nottwil – während zweier Jahre ein Rangerdienst getestet. Deren Hauptaufgabe ist es, die Besucherinnen und Besucher am Sempachersee zu sensibilisieren sowie Schulklassen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Natur zu vermitteln. Zudem greifen die Ranger bei Regelverstössen ein (zum Beispiel bei Littering). Der Pilotbetrieb wird unter anderem durch Fördergelder der Neuen Regionalpolitik des Bundes und des Kantons mitfinanziert.
Die Massnahmen sollen helfen, Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen abzubauen. Weiter sollen die gegenseitige Rücksichtnahme gefördert, die Bedürfnisse von Natur- und Uferschutz besser sichtbar gemacht werden. Schlussendlich soll dies zu einem besseren Miteinander zwischen Grundeigentümern und Erholungssuchenden führen. Und dies ganz ohne zusätzliche Verbote oder neue bauliche Massnahmen – sondern mit der gezielten Verbesserung von Bestehendem. Ganz nach dem Credo «Lenken statt Verbieten».

